Die 1. Stufe

Berufsbildender Unterricht (BU)

(1. und 2. Jahr)

Das erste Sekundarschuljahr (1.BU)

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

In der Differenzierten Stufe empfangen wir die Schüler, die den Grundschulabschluss nicht erhalten haben.

  • Durch die Differenzierung werden die Schüler entsprechend ihres Lernstandes aufgefangen und mit ihren Stärken und Schwächen in ihrem Rhythmus gefördert und gefordert.
  • Es wird sehr viel Wert auf Arbeitsmethode, Struktur, Fleiß und Ausdauer gelegt. Der Wochenplan/Monatsplan ist dabei ein sehr wichtiges Werkzeug.
  • Durch die kleine Gruppengröße der Stammklassen (mit festem Klassenraum) und die Vielzahl an Unterricht in Blockstunden entsteht eine enge Bindung mit dem Klassenleiter. Dies ermöglich eine Förderung über das Lernen hinaus: Wir sehen den Schüler in seiner Ganzheit.
  • Die lernzielorientierte Bewertung motiviert die Schüler. Sie erkennen ihre Fortschritte und erleben Erfolgserlebnisse. So gewinnen sie Freude am Unterricht und stärken ihr Selbstvertrauen.

Besteht der Schüler das erste berufsbildende Jahr erfolgreich, kann er in eine erste AU- Klasse einsteigen, oder aber in die zweite berufsbildende Klasse übergehen.

Werken Metall

Neben einem kleinen theoretischen Kurs in Bezug auf die Werkzeugkunde, wird hauptsächlich in den Werkstätten gearbeitet. Dabei erhält der Schüler Einblicke in die Metallverarbeitung, zum Teil auch kombiniert mit kleinen Arbeiten im Elektrobereich. Realisiert werden in der Werkstatt unter anderem folgende Projekte: ein Zettelkasten, ein Klebestreifenabroller und eine Tischleuchte.

Werken Holz

Auch in Werken Holz wird der Fokus hauptsächlich auf die Werkstattarbeit gelegt. So müssen die Schüler zuerst ihre Fingerfertigkeit bei den Säge- und Stemmübungen beweisen, bevor sie ihre ersten kleinen Projekte starten. So werden zum Beispiel kleine Laubsägearbeiten verrichtet. Aber auch viele andere Projekte sind schon während des Unterrichtes hergestellt worden, wie zum Beispiel ein Handyhalter, ein Stiftehalter, ein Stiefelknecht, Gesellschaftsspiele, Dekoartikel oder Frühstücksbrettchen.

Das zweite Sekundarschuljahr (2.BU)

Land- und Gartenbau

Wir versuchen, die Neugier der Schüler für die Vorgänge in Natur und Technik, denen wir tagtäglich begegnen, aber um die wir uns nur selten Gedanken machen, zu wecken. Wir wollen etwas genauer hinsehen, um einfache Erklärungen für folgende Vorgänge zu finden, zum Beispiel:

  • Wie wird aus Gülle Strom?
  • Wie funktioniert ein Verbrennungsmotor?
  • Was ist das Besondere an einem Wiederkäuer?
  • Wie lebt ein Regenwurm?
  • Wie entsteht Kompost?
  • Was blüht und wächst denn da auf dem Acker, im Treibhaus, auf der Weide und in der freien Natur?

Im Gegensatz zu den Grundwahlfächern Holz, Elektro und Mechanik, wo jeder Schüler an seinem eigenen Werkstück arbeitet, arbeitet die Klasse der 2.BU Landwirtschaft gemeinsam an einem Projekt, bis das Ziel erreicht ist. Dabei wird nebenbei so mancher handwerkliche Kniff oder Trick gezeigt.

Damit der Unterricht jedoch für alle eine Bereicherung wird, sind Teamgeist und kollegiales Verhalten eine wichtige Voraussetzung.

Elektro & Mechanik

Im Grundwahlfach Elektrotechnik & Mechanik werden dem Schüler die Grundfertigkeiten und das Basiswissen der Metallverarbeitung und der Elektrotechnik vermittelt.
Ziel ist es, dass der Schüler zuerst beobachtet, sein Interesse dadurch geweckt wird und er für sich feststellen kann, welches Berufsfeld (Elektroinstallationen oder Mechanik – Drehen/Fräsen) er ab dem 3.Jahr entdecken möchte.
Der Fachkundeunterricht deckt die zwei Bereiche des Grundwahlfachs ab.

  • Elektrotechnik: Grundlagen verschiedener elektrischer Größen, Anwendung erster Formeln der Elektrotechnik. Erste Kenntnisse zum Strom, den Strom-erzeugern sowie zum Stromverbrauch und zum Thema Energie (Umwelt-bewusstsein) werden vermittelt.
  • Mechanik: Kenntnisse zu vorbereitenden (Anreißen, Körnern, …) sowie spanenden (Sägen, Feilen, …) Arbeitsverfahren und auch das Zeichnen, Bemaßen und Lesen von Plänen in seinen Grundbegriffen werden vermittelt.

In den praktischen Unterrichtsstunden werden zuerst dem jeweiligen Fach zugeordnete praktische Arbeiten durchgeführt.
Im Bereich Elektro handelt es sich um Drahtübungen zur Verbesserung der Motorik und der Fingerfertigkeit; Übungen zum Löten, Anfertigung einer Schaltung, …
Im Bereich Metall/Mechanik lernen die Schüler Werkstücke anzureißen, zu körnern und zu kennzeichnen. Auch Arbeitsschritte wie feilen, sägen, bohren, senken und fügen werden angewandt.
Den Abschluss bildet eine Projektarbeit, die die beiden Fachrichtungen vereint.

Holz und Bau

Die Hauptarbeit in diesem Fach besteht im Training der Fingerfertigkeit. Es wird gemessen, angezeichnet und gesägt. Der Schüler führt mit entsprechender Genauigkeit Messungen mit geeigneten Messinstrumenten (Längen-, Winkel- und Anreißwerkzeuge) durch.
An Übungsstücken erlernt er den Umgang mit den Handwerkzeugen. Bei der Anfertigung einfacher Werkstücke werden Eck- und Kreuzüberblattung, Schlitz-, Zapfen- und Schwalbenschwanzverbindungen geübt.

Grundlagen Arbeitstechniken (polyvalentes Arbeiten)

Dieses Grundwahlfach eignet sich für alle Schüler, die sich nicht in einem der oben genannten Grundwahlfächer wiederfinden beziehungsweise ihrer Orientierung noch nicht sicher sind.
Die Ausrichtung dieses Grundwahlfaches ist sehr polyvalent. So belegen die Schüler die Kurse Werken, Kunst und Atelier.

Die Zielsetzung des Werkunterrichtes ist es, den Schülern ein Gefühl für den Umgang mit den Werkstoffen Holz und Metall zu vermitteln und ihre Kreativität zu entwickeln. Dazu arbeiten die Schüler zuerst nach vorgegebenen, später aber auch nach selbst gefertigten Arbeitsplänen. Auch wird der Umgang mit Werkzeugen und mit Handmaschinen erlernt.

Im Kunstunterricht werden insbesondere die kreative Entfaltung sowie die Schulung und Verbesserung der Feinmotorik gefördert.

Während der Atelierstunden (Gruppenprojekte wie z.B. gemeinsames Kochen, …) werden die sozialen, personalen sowie methodischen Kompetenzen gestärkt.

Ziel dieses Grundwahlfaches ist es, dem Schüler wichtige Impulse zur weiteren beruflichen Orientierung zu geben:

  • Nach dem 2. Jahr kann der Schüler in eine 3.berufsbildende Klasse mit Grundwahlfach einsteigen.
  • Er kann auch ein weiteres Jahr die Abteilung „Grundlagen Arbeitstechniken – polyvalentes Arbeiten“ besuchen, wo er unter anderem durch verschiedene Schnupperpraktika (insgesamt 9 Wochen) neue Berufe kennenlernt und dadurch seine Berufswahl eingrenzt.

Bischöfliche Schule - Technisches Institut